Ziele (1/2): 5 Tricks mit denen du deine Ziele leichter erreichst

Ob im Privatleben oder im Beruf, Ziele sind eine natürliche Motivationsquelle. Sie geben uns eine Richtung im Leben und helfen uns unsere Zeit, Handlungen und Entscheidungen zu strukturieren. Auf Ziele hinzuarbeiten gibt uns ein Gefühl von Sinn und sie zu erreichen ein Gefühl von Leistung. Auf die Plätze, fertig, los? Ganz so einfach ist es nicht – denke nur mal daran, wie viele Ziele du bisher nicht erreicht hast (weniger schlechtes Essen vielleicht oder mehr Sport machen?). Oder Ziele im Job, die du zwar erreicht hast, aber am Ende dachtest, dass du noch bessere Leistung bringen könntest. 
 
Nutze diese 5 Tricks bei deinem nächsten Ziel, das du dir setzt:
 

1. Da will ich hin!

Die Fachwelt spricht hier von ‘Annäherungszielen’, die den ‘Vermeidungszielen’ vorzuziehen sind. Der Unterschied liegt in der positiven Formulierung und hilft nicht nur das Ziel zu erreichen, sondern trägt auch noch zum Wohlbefinden bei. Es lohnt sich also seine Ziele als “hin zu”, statt “weg von” zu formulieren: 
  • “gesund essen” statt “weniger fettiges”
  • “mehr Zeit mit den Kindern verbringen” statt “nicht mehr so viel Arbeiten”
  • “meine Produktivität steigern” statt “weniger Meetings und Ablenkung während der Arbeit”

2. Will ich erreichen!

Hier liegt der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Ziele, die intrinsisch motiviert sind, verfolgen wir gern und es ist uns egal, ob wir dafür bezahlt werden oder nicht. Es macht einfach Spaß sie zu verfolgen und auch solche intrinsisch motivierten Ziele tragen zu unserem Wohlbefinden bei. Wenn du dir selbst Ziele setzt, ist es besser “will ich”-Ziele, statt “müsste ich” oder “sollte ich”-Ziele zu nehmen. Also mach dich auf die Suche nach Zielen, die so anziehend sind, dass du sofort loslaufen willst!
 

3. Konflikte vermeiden

Da Ziele mit Werten verbunden sind, kommt es manchmal vor, dass genau wie die zugrunde liegenden Werte auch die Ziele im Konflikt stehen. Du merkst das daran, dass du dir nicht ganz sicher bist oder dich zwiespältig fühlst – so als ob du feststeckst. Aus so einer Situation kannst du dich nicht “herausdenken”, sondern aktive werden. Durch deine Handlungen und Experimentieren kannst du Klarheit gewinnen. Wenn du also merkst, dass du nachts nicht schlafen kannst oder Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Stress hast, kann das eventuell an einem Zielkonflikt liegen.
 

4. Mal ganz konkret jetzt…

Je konkreter (spezifischer) du dein herausforderndes Ziel formulierst, desto besser wird deine Leistung sein. Einfach ohne Ziel loslaufen oder dir vorzunehmen “dein Bestes” zu tun, sind eher hinderlich. Du hast keinen Referenzpunkt, weißt nicht, ob dich deine Bemühungen deinem Ziel näher bringen oder ob du es erreicht hast.
Spezifisch ist auch ein Element des SMART-Konzeptes. Wie spezifisch wir werden können, hängt aber auch vom Zeithorizont ab: Ziele, die du heute erreichen willst, kannst du sehr konkret und spezifisch beschreiben. Für Ziele mit einem Zeithorizont von mehreren Monaten oder gar Jahren ist das schon schwieriger. Diese können zum Teil nur vage bleiben – in solchen Fällen formulierst du am besten Etappenziele.
 

5. Größeres Ziel, größere Leistung

Insbesondere bei größeren Zielen (und solchen, die uns besonders wichtig sind) ist es durchaus normal – und teilweise sogar gesund – ein wenig ängstlich zu sein. Damit du beim Gedanken an dein “da will ich hin”-Ziel keine Schnappatmung bekommst, kann es hilfreich sein es in Teilschritte zu zerlegen. Die Mühe lohnt sich: Wenn wir uns höhere Ziele stecken, bringen wir auch bessere Leistung.